Familie Rieck-Wien

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2010-2012

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2010-2012
LE Zusatz 14
2010-2012
Diese Jahre waren die wo einschneidende Veränderungen waren. Da ich immer schlechter gehen konnte und die Schmerzen sich auch verstärkten habe ich mit meinem Prof. Gesprochen. Er hat mich zur Herzszintigrafie gesandt. Ein sehr schlechter Befund. Deshalb neuerlich eine Angio. Hier war es so dass ich meinen 7.Stent erhalten habe. Dann hat mich mein Prof. auf einen Perfusor gehängt die Flasche 514 ml mit durchlauf 7ml in der Stunde. Sie können es sich ausrechnen wie lange ich an dieser Infusion gehangen bin mit totaler Überwachung (Monitoring). Herr Prof. hat gesagt diese Infusion muss rein laufen und dann werden wir das linke Knie in einer Reithosenanästhesie und einer leichten Rauschnarkose operieren. Wie besprochen alles ging klar. Nach der Op wurde ich am zweiten Tag um Mitternacht auf die normale Station gelegt werden. Eine Woche später kam ich in die Wiener Privatklinik. 3 Tage nach der OP konnte ich frei auf beiden Beinen neben dem Bett stehen. Ich machte jeden Tag zweimal die Übungen mit der Motorschiene. Drei Wochen später ging ich schon aufs WC nur mit dem Rollator. Die Beugung war bald voll erreicht. Jedoch das Strecken macht mir heute noch Probleme. Eine Fahrradergometrie ist nicht zu schaffen. Im September kam ich zur Reha Probleme.
1.)Transport nach Villach                                        Man hat gemeint dass ich mit einem Privatauto fahren soll. Die Kasse zahlt nur die Hinfahrt.
2.)Ständige Begleitung                                                Im Behindertenpass steht eindeutig dass ich einer ständigen Begleitung bedarf. Die Kasse übernimmt für eine Begleitung wenn der Patient Senil ist oder an Alzheimer erkrankt ist
3.)Hilfe beim an und ausziehen und Körperpflege.
Chefarzt hat mir erklärt dass ich in der Reha eine Schwester haben wird welche mich immer Begleitet und welche mir beim an und ausziehen und bei der vorgeschriebenen Salbenpflege behilflich ist. Ich habe das nicht ganz geglaubt und habe Gina mitgenommen und in einer Pension untergebracht. Nur habe ich nicht gewusst dass diese Pension sehr weit weg und auf einem Berg war. Da hat Gina jeden Tag Frühsport gemacht. Am Abend ist sie dann meist mit dem Sammeltaxi zur Pension gefahren.
Bei der Aufnahme gab es das erste Problem. Die Ärztin meinte Gina müsse raus gehen. Da habe ich gesagt Gina ist selbst Krankenschwester dann sind wir schon 41 Jahre verheiratet und ich besteh darauf dass meine Frau bei mir bleibt. Erster Hammer war für mich dass ich nicht ins Wasser gehen darf weil sie will mich nicht am Beckenrand reanimieren. Obwohl mein Prof. mir 10 Minuten Wasser erlaubt hat. Sie meinte das interessiert sie nicht.
Dann am die Schwester zum Aufnahmsgespräch. Ich habe ihr gleich gesagt was Sache ist und was der Chefarzt gesagt hat. Sie hat nur laut gelacht und mir erklärt das gibt es nicht. Die Hilfe beim Anziehen und Salbenpflege ja ich muss mich aber gedulden bis wer Zeit hat.
Frühstück gab es ab 7 Uhr. Dann musste man mindestens 10 Minuten aufs Frühstück warten. Jedoch um 07:30 Uhr hatte man oft die erste Therapie und dann ging es weiter. Dann musste man 10 Minuten vor Beginn der Therapie vor Ort sein. Zu Mittag ist Gina mit mir an einem eigenen Tisch gesessen. Gina musste das Essen sofort bezahlen. Da ich ja Diabetiker bin sollte ich Diätkost bekommen. Die Diätassistentin war in Kenntnis. Bekommen habe ich aber meist was Anderes. Nur keine Diät.
Als ich nach 14 Tagen mich abgewogen habe und feststellte das ich zugenommen habe. Daraufhin habe ich gebeten mir doch etwas weniger Kalorienreiches aufzutischen. Ergebnis waren zwei Löffel Chinagemüse und 25dkg Salzkartoffeln!!!
Alles brachte dann den Zustand Gewichtszunahme von 6kg. Das war sicher nicht der Zweck der Reha.
Jetzt gibt es noch etwas zu erzählen bezüglich der ständigen Begleitung. Ich hatte je jeden Tag Therapien darunter auch Einzel Bewegungstherapie und Einzel Mobilisation. Bei der Erstuntersuchung habe ich ordentlich berichtet dass ich an Drehschwindel und Orthostatischer Dysregulation leide. Erklärung der Ärztin deshalb haben sie ja eine Therapeutin mit die sie begleitet.
In der Bewegungstherapie meinte die Therapeutin ich muss schon etwas schneller werden beim Aufstehen. Sie verlangte von mir dass ich aus dem Liegen mich aufsetze und aufstehe. Ich habe es gemacht wie verlangt habe aber wieder auf meinen Drehschwindel hingewiesen. Ergebnis war die Aussage war. Die Therapeutin bin ich und ich weiß was ich ihnen zumuten kann. Daraufhin ließ sie mich auf eine Halbkugel steigen und die Hände vom Geländer weg. Ergebnis war das ich nach hinten gefallen bin und am Boden lag wie ein Maikäfer mit allen Vieren in der Luft. Ich habe mich dann irgendwie an der Sprossenwand aufgerappelt. Sie ist erschrocken und hat mir sofort die wildesten Vorwürfe gemacht wo ich sie ja vor der Therapie darauf aufmerksam gemacht habe. In weiterer Folge wurde ich dem am Nachmittag dem diensthabenden Arzt vorgestellt. Man war sehr besorgt dass mir nichts passiert ist. Da ich im Augenblick keine Schmerzen hatte sah ich keinen Grund mich ins Spital zu bringen. Ich habe nur darauf gepocht dass man jetzt endgültig zur Kenntnis nehmen soll das ich Sturzgefährdet bin. Ok ab da at man mich keinen Schritt alleine machen lassen. Ich bin mit dem Elektro Rollstuhl nach Möglichkeit raus gefahren. Nur weit konnte ich nicht weil rund herum die breitesten Bundesstraßen und die Eisenbahn waren. In den Ortskern konnte ich nur mit fahren auf der Straße weil es keine Fußwege gab. Nun meine Gesamtbewertung:
Im ganzen Haus sehr glatte Böden im Bad genauso. Im Eingangsbereich bei der leisesten Feuchtigkeit waren die Spiegellatten Fliesen Auslöser für Stürze. Sogar die Psychologin ging vor mir zu Boden. Öfters lag irgendwo eine Patientin oder Patient und konnte auf Grund seiner Operation nicht aufstehen. Im Nachtdienst war bei 240 Patienten eine einzige Diplom Krankenschwester welche für die zwei Häuser der Rehaklinik zuständig war. Ich habe die ganze Zeit meines Aufenthaltes kein einziges Mal eine Schwester zur Nachschau in meinem Zimmer gesehen oder zumindest bemerkt. Obwohl man wusste das ich Herzkrank bin. Die Küche war auch eher Normalkost. Dann haben ein Teil des Personals welches die Speisen Portioniert hat ohne Hauben gearbeitet und ich habe immer wieder wie Köche mit nackten Händen auf den Tellern hantiert haben. Da hätten diese ja Handschuhe tragen müssen. Die Kommunikation Ärzte- Therapeuten, Diätassistentin und Küche hat überhaupt nicht funktioniert.
Diese Mängel habe ich dem Leiter der Reha Klinik und der Krankenkasse mitgeteilt. Worauf mir der Leiter der Reha Klinik mit einer Verleumdungsklage gedroht hat. So schaut es bei uns aus!!! Er gab an dass der Personalplan vom Träger der Reha Klinik so bewilligt und für ausreichend erklärt wurde. Da hat sich jede Diskussion aufgehört. Alle die jetzt diese Zeilen gelesen haben werden sich einen Teil denken.
Ich bin gerne bereit auf Fragen ehrlich zu antworten.

Nun wieder zu Hause angekommen habe ich mich sofort bemüht beim Kuratorium anzufragen wann ich mit einem Einzug ins Pensionistenheime rechnen kann. Wurde mir gesagt noch 6-7 Jahre. Dann habe ich mich an Wien wohnen gewandt habe angesucht um eine Barrierefreie Behindertengerechte Wohnung Wartezeit angeblich 18 Monate.
Ich habe aber nach drei Wochen einen Wohnugsvorschlag bekommen für eine Behindertengerecht adaptierte Wohnung. Da ich aber die Örtlichkeit kannte wusste ich dass diese Wohnung in einem Gemeindebau ist wo die Zufahrt sehr steil ist und für meinen Rollstuhl ein gewaltiges Hindernis darstellt und im Winter überhaupt nicht befahrbar wäre. Ich habe dankend abgelehnt und habe dann 14 Tage später wieder eine Adaptierte Wohnung im 23. Bezirk an der Liesing bekommen. Nur wäre dort weit und breit keine Einkaufsmöglichkeit. Man müsste mit dem Bus bis Liesing fahren. Da habe ich mich dann entschlossen bei der Caritas nachzufragen weil diese hat doch gute Kontakte zu Genossenschaften und Immobilienbüros. Mir wurde versprochen man wird sich bemühen. Gleich drei Tage später wurde ich angerufen ich möge mir zwei Objekte ansehen im 22. Bezirk. Ein Neubau Behindertengerecht gebaut. Es waren zwei Wohnungen frei eine über 120qm mit Balkon, Terrasse im 2. Stock und eine Wohnung 86qm, im 8. Stock mit zwei 9qm großen Terrassen. Diese Wohnung ist wunderbar hell und hat eine faszinierende Fernsicht in Richtung Süden. Schneeberg, Rax und Hochschwab, Semmering und Wechsel. Im Norden sehen wir die ersten Weinberge des Weinviertels und das Marchfeld. Ich habe sofort zugesagt. Das weitere ging dann sehr rasch. Den Mietvertrag errichten. Den Umzug organisieren. Die alte Wohnung kündigen. Weil ich wollte nicht über die Gebühr lange zwei Mieten bezahlen.
Da hatte ich in dieser Situation noch Glück. Ich bekam eine große Summe für meine bösen Erlebnisse in der Kindheit als Entschädigung. Alles zusammen €43.000. So konnte ich den Umzug bezahlen, dann einige Adaptierungen was Elektrik und PC anlangt. Dann einen Wäschetrockner, eine große Kühl und Gefrierkombination, einen neuen Fernseher. Dann den Kellerausbau Regale und Kleider ablagen und in der Wohnung ein paar Kleinmöbel nach Maß. Und einen neuen PC. Samt Monitor. Ganz wichtig war auch eine Klimaanlage
Bis wir hier die Bewilligung der Hausverwaltung hatten kostete es schon einige Kraft. Ich musste mich verpflichten dass ich die Anlage von 22 Uhr bis 6 Uhr abschalte. Ist mir ja egal weil um diese Zeit sind wir ja nicht mehr im Wohnzimmer. Am Morgen wenn ich aufstehe mache ich die Terrassentüre auf und das Küchenfenster und der schönste Durchzug ist vorhanden. Im Schlafzimmer ist ja Tag ein und Tag aus immer das Fenster offen. Es ist wunderbar wenn ich zeitig am Morgen beim PC sitze und aus dem Fenster schaue sehe ich wie die ganzen Glasbauten durch die aufgehende Sonne feuerrot werden man könnte glauben sie brennen. Bin dann gespannt wenn der DC TOWER fertig verglast ist wie da das Schauspiel sein wird. Offiziell sind wir mit 1.3.2011 hier eingezogen. Die erste Nacht hier geschlafen habe ich vom 22.auf 23.2.2011.
Wir haben nur die Raumanordnung umgedreht
In dem Arbeitszimmer haben wir das Schlafzimmer gemacht weil zwei Schritte über den Vorraum und ich bin im WC was in der Nacht oder bei Krankheit sehr von Vorteil ist. Das Bad ist sehr groß es steht eine Waschmaschine, ein Trockner drinnen und dann haben wir eine Dusche mit Regenbrausekopf. Dann einen Kasten für Toilletartikel und unserem zweiten WC. Diese zwei WC waren schon sehr günstig weil da hat jeder von uns Zeit.
Der Raum der als Schlafzimmer gedacht war ist nun meine Arbeitsecke mit dem PC mit Stereoanlage und meinen ganzen Büchern. Ich werde von dieser Wohnung auch die Bilder hier hereinstellen.
18.Oktober 2012
Ich habe in der Nacht um ca. 2Uhr ein schweres Lungenödem bekommen. Wurde wirklich im letzten Augenblick auf die Herzintensiv der Rudolfstiftung gebracht. Anschließend war ich dann 4 Tage in der Wiener Privatklink.
18.November 2012
Wieder ein Lungenödem jedoch etwas leichter aber trotzdem wurde ich ins AKH Herzintensiv gebracht.
Das Jahr 2012 ist wieder mit wunderschönen Feuerwerken ausgeklungen. Von unserem Standort war es sehr schön zu sehen. Wir sind im warmen Wohnzimmer gesessen und haben das Licht abgedreht und haben von 22 Uhr bis 1.1.2013 Feuerwerke geschaut. Unser Silvesteressen haben wir ruhig in der Küche essen können und haben die Feuerwerke im Norden gesehen. Die Leute hatten wieder viel Geld für Raketen und Knaller. Ich finde es nur unverantwortlich dass Eltern kleinen Kindern Schachtelweise die Kracher geben und sogar Donnerschläge welche ein Vielfaches von einem Kracher an Schwarzpulver haben. Da kann sehr viel passieren. Jugendlich haben am Kinderspielplatz mit solchen Krachern ein Haus gesprengt und es ging in Flammen auf.


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